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Agenturpositionierung selbst entwickeln?
Positionierung ist das Zukunftsthema für Agenturen – noch vor KI.
155 von 264 befragten Agentur-Entscheiderinnen und -Entscheidern wählten Positionierung als wichtigstes Thema 2026 im aktuellen Agency Report der everii Group. Die gemeinsame Überzeugung: Wer sich nicht klar positioniert, verliert den Anschluss.
Trotzdem begegnen uns in Gesprächen immer wieder CEOs, die uns erzählen:
„Unsere Positionierung haben wir gerade erst selbst geschärft.“ Aber ist das wirklich eine gute Idee? Wir sind überzeugt: Für die Entwicklung einer nachhaltig tragfähigen Positionierung braucht es eine externe Begleitung und den wertvollen Blick von außen.
10 Gründe, warum die Do-it-yourself-Positionierung scheitert:
1. Der Tunnelblick: Du verkaufst deinem Kunden professionelles Sparring von außen, für das eigene Unternehmen aber vertraust du auf die interne Perspektive? Ein teurer Denkfehler.
2. Die Kunden-Blackbox: Die letzte Kundenbefragung ist Jahre her. Ihr habt im Workshop viel über euch selbst gesprochen, aber keinen Kunden gefragt, welchen echten Wert ihr eigentlich erzeugt. Wie kommt ihr so in die Köpfe der Kunden?
3. Purpose statt Positionierung: Du entwickelst einen netten Sinn-Satz, der sich für alle im Team gut anfühlt. Aber Positionierung hat viel weniger mit euch zu tun, als du denkst; und viel mehr mit den ungelösten Problemen eurer Zielgruppe.
4. Oberflächliche Workshops: Ein Halbtages-Workshop ohne vorherige Analyse von kontextprägenden Trends, Zielgruppenbedürfnissen, Marktbegleitern und eigenen Kompetenzen und Erfolgstreibern. Danach soll alles besser werden. Wird es aber nicht – weil das Fundament fehlt.
5. Falsches Werkzeug: Du benutzt dieselben Methoden und Frameworks, die du auch für Kunden in Industrie und Mittelstand nutzt. Das Problem: Die Positionierung wissensbasierter Dienstleister funktioniert fundamental anders.
6. Angst vor der Entscheidung: Am Ende eures Workshops stehen da 12 Kompetenzen, 8 Branchen und 7 Personas. Nette Folien, aber keine Zuspitzung, die echte Resonanz bei Wunschkunden erzeugt.
7. Das Akzeptanz-Problem: Es waren nur wenige Führungskräfte in den Prozess eingebunden. Das restliche Team weiß gar nicht, was Sache ist, und steht der Neuausrichtung von Anfang an kritisch gegenüber.
8. Gekaufte Harmonie: Am Ende des Termins haben euch eure Führungskräfte, die wirtschaftlich von euch abhängig sind, nachgegeben und gesagt, was ihr hören wolltet. Obwohl sie anderer Meinung waren und es keinen Moderator als neutrale Instanz gab. Ein strategisch wertloser Konsens.
9. Das Lippenbekenntnis: Die Implikationen der Positionierung und die feingranulare Übersetzung für alle Bereiche der Wertschöpfung (Preisfindung, Vertrieb, Leistungserbringung) sind völlig ungeklärt. Es bleibt beim Poster-Spruch im Konferenzsaal.
10. Die Umsetzungs-Illusion: Niemand trägt Verantwortung für die langfristige Erlebbarmachung und Implementierung. Die Geschäftsführung hat im Tagesgeschäft keine Zeit, die Strategie verhungert in der Schublade – und am Markt ändert sich absolut gar nichts.
Die eigene Positionierung ist kein Nebenbei-Projekt.
Am bekannten Spruch, dass der Schuster die schlechtesten Schuhe hat, ist leider in puncto Agenturpositionierung viel dran. Viele Agenturen und Dienstleister nehmen die eigene Marke nicht ernst genug. Das würden sie ihren eigenen Kunden nie durchgehen lassen.
Die eigene Positionierung ist ein elementarer Erfolgsfaktor für dein Unternehmen. Kein Nebenbei-Projekt. Also lass uns das Thema auch mit der entsprechenden Relevanz behandeln und dein Angebot als erste Wahl positionieren!
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